Pfarr- und Wallfahrtskirche "Maria Feichten"
Die Chronik von Pfarrer Johann Still (1640 - 57) erzählt von den Anfängen: Der Bauplatz für die Kirche wäre etwas entfernt auf dem "Mankhamer Feld" vorbereitet gewesen. Auf wundersame Weise aber seien die Baumaterialien des Nachts von Engeln an den heutigen Ort verbracht worden. Das "Feichtener Mirakelbüchlein" von 1750 berichtet zudem, dass an diesem Ort dann in einer Fichte ein steinernes Marienbild gefunden worden sei (siehe Bildtafel links). Dessen Übertragung in die neugebaute Kirche sei der Anfang der Wallfahrt gewesen.
Von diesen Vorgängerbauten ab dem Jahre 815 ist wenig be-kannt. Unter Pfarrer Dr. Andreas Zierenberger wurde am 4. April 1502 mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen. Der Bau-meister der dreischiffigen spätgotischen Hallenkirche war Georg Steinbrecher. Am 10 August 1518 hat Bischof Berthold von Chiemsee die Kirche mit ihren sechs Altären und dem umliegenden Friedhof geweiht. Das um 1400 gefertigte Gnadenbild wurde feierlich in die gotische Kirche übertragen. Pfarrer Dr. Joseph Anton Franz von Mangold (1737 - 67) ließ die Kirche dann völlig neu im Stil des Rokoko gestalten. Baumeister war Franz Alois Mayr, Maler und Freskant Franz Joseph Soll, beide aus Trostberg stammend. Auf dem linken Seitenaltar befindet sich seit dieser Zeit das Gnadenbild , das bis heute Ziel vieler Wallfahrer aus Nah und Fern ist, die im offenen Himmel der Feichtener Kirche ihre Anliegen der Fürbitte Marias anvertrauen.

